Motivation Musiklager
Was motiviert mich als Musiklehrer ins Musiklager zu gehen? Diese Frage stellt sich meist schon ein Jahr im Voraus oder spätestens, wenn man sich Gedanken über die Arrangements macht. Warum verbringe ich 7 Tage meiner Ferien mit kreischenden, wilden und tobenden Kindern, wenn ich doch diese Zeit entspannt in einer Alphütte oder an einem Strand geniessen könnte? Ich unterrichte in jede Woche über 30 Kinder im Einzel- Gruppen oder Flexunterricht. Übe ich da nicht schon genug Töne ein? Und jetzt auch noch in den Ferien? Lehrerkolleginnen und Kollegen meinten auch schon: “Das würde ich mir nicht antun”! Wo sonst kann ich Schüler, welche ich sonst nur einmal pro Woche 30 oder 40 Minuten unterrichte besser kennen lernen als in einer gemeinsamen Woche irgendwo fern vom normalen Unterrichtsalltag als in einem Lager? Man arbeitet intensiv zusammen an den arrangierten Stücken. Ich habe die Gelegenheit, mit Streichinstrumenten, Bläsern, Pianisten, Drummern, Gitarristen, Blockflötisten, Keyboardern und Chor zu musizieren. Kids in einem Haufen verschiedener Register, die sonst mehrheitlich alleine zu Hause oder vielleicht mal an einem Vorspiel in einen Ensemble das Zusammenspiel erleben. Wo sonst kann ich Instrumentallehrkraft meine Ideen verwirklichen und ausprobieren ob mein Arrangement spielbar ist? Es ist spannend zu erleben wie sich die Kinder in dieser Woche mit intensivem Musizieren entwickeln. Sie müssen manchmal auch viel zu schwere Stücke einüben, kommen an ihre Grenzen und schaffen es bis zum Ende der Woche dann doch. Der Drang im Orchester mitspielen zu können ist manchmal grösser als der momentane musikalische Standpunkt. Es lösen sich manche Knöpfe wie von selbst, wo ich im Einzelunterricht vielleicht Stunden gebraucht hätte. Ebenfalls bietet mir das Lager einen Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gegenseitiges helfen bei Gesamt- und Singproben. Das habe ich in meinem Musiklehreralltag nirgends. All dies sind die Gründe die mich auch dieses Jahr wieder dazu bewegt haben, doch wieder mit zu machen. Auch wenn ich mir schon nach manchem Lager gesagt habe: “Das war das letzte Mal.” Man wird den “Lagervirus” einfach doch nicht ganz los. Seit 16 Jahren war ich Lehrer im Musiklager der Musikschule Volketswil. Dieses Jahr wollte ich mal etwas Anderes erleben. Darum schloss ich mich dem Lagerteam der MSUG (Musikschule Uster Greifensee) an. Und so hiess es am 25. Oktober um 11.00 Uhr im Musikcontainer Uster: “Vous écoutez Radio Charey, toujour musicque charmante! So begann unser Jingle unseres Radioprogramms.












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